Diabetes, der Anfang

Diabetes ist eine Zuckerkrankheit. Es gibt zwei Typen, den Typ 1 und den Typ 2. Ich habe den Typ - 1 - Diabetes, eine sogenannte Autoimmunerkrankung. 

Wie alles angefangen hat und wie es sich bemerkbar gemacht hat? ...

Sommer 2016. Ein ganz normaler Sommer... eigentlich ... gut ich hatte sehr viel Durst, aber ist das im Sommer nicht verständlich? 

In der Schule. Starken Harndrang, aber ich habe versucht dagegen anzukämpfen.

Die Konzentration ließ nach, doch bis zum Zeugnis musste ich es noch durchhalten. 

Die Kursfahrt nach Rom, wundervoll, aber auch extrem anstrengend.

"Was ist nur mit mir los?", das habe ich mich so oft gefragt.

Was bin ich froh, dass ich die Romfahrt so gut überstanden habe und nicht zusammengebrochen bin. Danke mein süßer Zucker!

Der letzte Schultag, man hatte ich ein Durst, zum Glück hatte eine Freundin was dabei. Kaum auszuhalten. 

Der Urlaub in Südtirol. 2 Wochen. Was waren die Nächte eine Hölle für mich. Nachts bin ich von schmerzhaften Wadenkrämpfen aufgewacht... vielleicht Calciummangel? Und dann wieder dieser unglaubliche Durst... das viele Trinken... das viele auf Toilette gehen... Was war das nur?

Langsam ließ meine Kondition nach, die Ausflüge wurden für mich zu einer schrecklichen Qual. Eine halbe Stunde Tennis, mehr ging nicht. Und dann kam noch diese Kreislaufprobleme dazu... Mir wurde oft schwindelig...

Und dann naja habe ich einiges an Gewicht verloren... als ich nach Hause kam waren es 5kg weniger.

Jetzt musste ein Arzt her. Auch wenn die Anzeichen alle für Diabetes sprachen, sagte er mir, dass es sehr unwahrscheinlich ist, denn schließlich liegt diese Krankheit nicht in meiner Familie und die Wahrscheinlichkeit, dass ich Diabetes Typ 1 habe liegt somit bei nur 0,3%. Blutabnahme, Ultraschall... und dann die Auswertungen...

 

Wir kamen wieder Zuhause an und ich habe mich für eine Weile in Sessel gesetzt. Das Telefon klingelte und meine Mutter nahm ab. “Es war der Arzt. Du hast einen Blutzucker von 600mg/dl. Wir müssen dich ins Herz - und Diabeteszentrum bringen. Du musst sofort ins Krankenhaus, noch heute." 

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich noch nie im Krankenhaus, jedenfalls nicht als Patient. Ohhh was für eine schreckliche Vorstellung aber naja ich dachte sie könnten mir helfen und mich eventuell "heilen"..

Dann aber hat mir der Chefarzt ganz schnell klar gemacht: Diabetes ist NICHT heilbar und ich werde mein ganzes Leben damit klarkommen müssen. Aber es ist gut behandelbar.

Das meint er doch nicht ernst, oder?

Ich habe doch gerade erst meine Magersucht hinter mir gebracht... Wieso muss mir das denn passieren? 

Und für einen Tag fiel ich in ein schwarzes Loch, Tief schwarz, kein Licht in Sicht.

Ich versichere Dir, das ist normal, aber ich habe gesehen, dass alles gut wird, Durch die Kraft meiner Familie. 

Und da muss ich schon wieder an meine Oma denken, die mich so häufig im Krankenhaus angerufen hat. 

Und dann auf einmal wird aus dem Krankenhaus eine Art Schule. DU lernst alles über deine Krankheit, alles über dein Insulin, die Gefahren und die Umgehensweise. 

Ja, spriten gehört dazu, mehrmals am Tag. Doch für manche ist es eben die böse Nadel, für mich ist es mein Lebensretter, denn ohne sie, kein Ich. Und dafür bin ich unendlich dankbar.

 

Und ich habe so einiges aus der Krankheit gelernt:

 

Der Diabetes bestimmt nicht Dich, DU bestimmst ihn!

UND

Der Diabetes macht dich nur stärker. Jede Krankheit, jedes Tief in deinem Leben, macht dich stärker. Vertrau mir.

 

 

 

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